Gesprächsrunde nach Gartenbegehung

 

Kleingärtnerverein "Bullenwiese e.V."


Auf der Suche nach dem Ursprung des Namens „Bullenwiese“, den unser Kleingärtnerverein seit seiner Gründung im Jahre 1972 hat, wurden wir in der Chronik der Messingwerksiedlung in Finow fündig. Dort wird eine Weidefläche im Bereich unserer jetzigen Gartenanlage ganz volkstümlich als „Bullenwiese“ bezeichnet.

In der Blütezeit der Ziegeleien in Finow und auch danach wurde ein Teil der „Bullenwiese“ als Müll- und Schutthalde benutzt. Später entstand sogar an dieser Stelle ein Schrottplatz, wo u.a. auch ausrangierte O-Busse ihre „letzte Ruhe“ fanden. Es wird wohl die günstige Lage am sogenannten Durchstich zwischen dem Finowkanal und Mäckersee gewesen sein, die 1972 sechs Urväter unseres Vereins veranlasste, trotz der widrigen äußeren Bedingungen, mit der Einrichtung von Kleingartenparzellen zu beginnen.

Schnell erweiterte sich die kleingärtnerisch genutzte Fläche. 1975 gehörten bereits 19 Parzellen zu unserem Verein. Inzwischen sind die meisten Kleingärtner aus der Anfangszeit bereits Rentner. Kennzeichnend für unseren Verein ist ein sehr harmonisches Miteinander und Füreinander. Eine besonders schöne Lage haben die Parzellen direkt am Durchstich, dort herrscht urwüchsige Natur pur, eine richtige Spreewaldidylle. Besonders Tierfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten, indem sie Eisvögel, Pirole, Reiher, verschiedene Entenarten und viele andere Vögel beobachten können.


In den letzten Jahren sind wir um eine weitere Attraktion reicher geworden. Wild lebende Nutrias und Breitschwanz- oder Elbebiber sind zugewandert. Die Biber sind schon seit einigen Jahren ansässig und haben bereits Junge aufgezogen. Wir müssen gute und dichte Gartenzäune haben, sonst können wir darauf warten, wie ein Obstbaum nach dem anderen gefällt wird.

Biber

KGV "Bullenwiese e.V." Text: Gerd Weidmann, Fotos: Peter Friedrich