Der Kleingärtnerverein umfasst gegenwärtig 112 Parzellen mit einer Gesamtfläche von mehr als 40.000 m². Da die Gärten im Stadtgebiet von Eberswalde im Bereich der Leibnizstraße und des Lichterfelder Weges liegen, stellen sie gleichzeitig ein kleines Naherholungsgebiet für die Bewohner des nahen Wohnviertels dar.
Die Anlage besteht aus mehreren Bereichen:
An der Moore
Fetchenheuer Weg
Johannisweg
Laubenweg
Weite Umgebung
Winkelweg
Im Verlaufe der Hungerjahre des 1. Weltkrieges, der folgenden Weltwirtschaftskrise, des 2. Weltkrieges und der sich daran anschließenden Notzeit waren die Gärten für die Existenzsicherung vieler Familien von enormer Bedeutung.
Nach 1945 nannte sich der Verein „Gartensparte Wilhelmsbrücke“ im Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK). Vorsitzende waren die Gartenfreunde Gumz und Meng. Die Wohnungsneubauten im Leibnizviertel brachten es mit sich, dass viele Kleingärten aufgegeben werden mussten. Auch gingen in Folge des quer durch die Gartenanlage neu errichteten Bahndammes weitere Flächen verloren.
Im Jahre 1969 erhielt durch Beschluss der Hauptversammlung der Verein den Namen Kleingartensparte
„Dr. Schreber“. Es sollte so ein „neuer, demokratischer Geist“ in den Verein einziehen (Rechenschaftsbericht des Vorstandes vom 06.12.1969). Man wollte auf diese Weise das Engagement des berühmten Leipziger Arztes für die sozial benachteiligten Schichten des Volkes ehren.
Da die Zahl der Anträge auf einen Kleingarten immer wieder größer war als die Möglichkeiten, einen neuen Garten zu vergeben, griff der Verein sofort zu, als die alte Stadtgärtnerei in einen Gartenbereich umgewandelt werden sollte. Es entstand 1983 der Spartenbereich „Weite Umgebung“ mit 18 neuen Kleingärten.
1986 kam der Spartenbereich „An der Moore“ mit 13 Parzellen hinzu. Auch hier wurden aus Unland durch den Einsatz der mit neuen Parzellen bedachten Gartenfreunde eine ansehnliche Anlage geschaffen. Die Stadt hatte dieses Gebiet als Ausgleich für wegen Verkehrsbauten eingezogene Gartenflächen (neuer Busbahnhof, Entlastungsstraße usw.) zur Verfügung gestellt.
Im Zuge des Einigungsvertrages mussten auch das Pachtrecht für die Kleingärten und die Gartenordnung auf die nun geltenden gesetzlichen Bestimmungen umgestellt werden. So erfolgte nach der Neufassung der Vereinssatzung am 06.09.1990 beim Amtsgericht Eberswalde die Registrierung unter den dem neuen Namen „Kleingärtnerverein Dr. Schreber Eberswalde e.V.
Es seien nun noch einige Gartenfreunde lobend genannt, die sich während vieler Jahre verdient gemacht haben um die erfolgreiche Entwicklung des Vereins:
So arbeiteten als Vorsitzende Erich Draeger, Jürgen Henkel und gegenwärtig Rudi Michalek, als Schatzmeister Friedrich Schröder und Dirk Vogel, als weitere Vorstandsmitglieder Meta Voß, Wolfgang Würgand, Siegfried Sellke, Hans-Jürgen Gramm, Harald Schmidt und Manfred Schulz.
Ihnen und allen anderen, die mitgeholfen haben, dass für unsere Mitglieder der Bestand ihrer Gärten gesichert wurde, sei nochmals herzlichen Dank gesagt.