Der Gartenfreund Hubert Kiri erinnert sich:
Es ist nun wirklich wahr, unsere Sparte wurde im Mai 2007 20 Jahre alt. Wie ist es eigentlich zur Spartengründung gekommen?
Für unsere Gartenfreunde, welche nicht von Anfang an Mitglied waren, etwas zur Geschichte, denn es sind ja immerhin schon 20 Jahre.
1939 bin ich in Eberswalde geboren und lebte hier bis 1969, ausgenommen meiner 3-jährigen Studiumszeit in Rosswein / Sa. Wegen einer beruflichen Herausforderung war ich von April 1969 bis Februar 1986 in Frankfurt/Oder, überwiegend in der Forschung beim BMK-Ost tätig. Als Ausgleich für mich und meiner Familie hatten wir als Hobbybeschäftigung uns einen Kleingarten zugelegt. Da 1986 der Kranbau Eberswalde eine Spezialabteilung für Hafenausrüstungen gründete ergab sich für mich ein neues interessantes Aufgabengebiet. Dieses war verbunden mit Umzug, Schulummeldungen für die Kinder, Garage für den Skoda S 105 u.v.m. Alles gelang, doch es fehlte noch ein Stück Gartenland. Heute kann man sagen: Der Zufall löste dieses Problem. In der Kranbauspezialabteilung war auch der Kreisarchitekt Werner Obst beschäftigt, , der mir offenbarte das die Gemeinde Finowfurt, der damalige Bürgermeister Reinhard Schulz und der VKSK, Vorsitzende Alfred Baumbach, interessiert sind, Flächen für die Vergabe von Kleingärten vorzusehen. Hierin sah ich eine echte Chance, eine Gartensparte zu gründen. Schon am nächsten Tag, fuhren Werner Obst und ich, nach Finowfurt um die dafür möglichen Flurflächen zu begutachten. Wir haben uns entschieden für die Fläche, wo auch jetzt unsere Gartenanlage besteht. Allerdings war Vorraussetzung, dass umfangreiche Planierungsarbeiten anfallen würden. Zunächst wurde aber ein Lageplan erarbeitet, als Grundlage für die Diskussion zur Standortgenehmigung. Für das weitere Verfahren musste zwischen der Gemeinde Finowfurt und dem VKSK, gemäß des Lageplanes, ein Pachtvertrag abgeschlossen werden. Bei einer Kleingartenanlage müssen aber auch alle Forderungen verschiedener Ämter berücksichtigt werden: Hierzu gehören: Stadtbauamt, Polizei-Verkehr, Feuerwehr, Energieversorgung, Militär, Hygieneinspektion und der Anglerverband u. a. Um dieses Genehmigungsverfahren gerecht zu werden, musste ein Projekt erstellt werden, wie auch bei anderen Vorhaben. Obwohl ich mehr Projektant und Konstrukteur des Schwermaschinenbau´s war, habe ich mit allen Vollmachten des Bürgermeisters Finowfurt, dieses erarbeitet und unseren Gartenfreund Willi Bleske bei der Erstellung des Vermessungsplanes mit in Anspruch genommen. Das Genehmigungsverfahren von den o.g. Ämtern konnte relativ schnell erledigt werden, da ich selbstständig alle persönlich aufgesucht hatte und die Behörden, in ihrer Verantwortung, zu „Ehren der anstehenden Wahlen“ unter Druck setzten konnte. Wer sich erinnert, zu DDR-Zeiten konnte man zu Ehren von Wahlen und großen Anlässen, wie z. B. Parteitagen, etwas mehr „Bewegen“, als üblich.
Für die praktische Realisierung konnte nun endlich der 1. Vorstand
unserer Gartensparte gewählt werden, mit folgenden Mitgliedern und Funktionen.
- Vorsitzender: Herr Schröder
- stellv. Vorsitzende: Frau Poguntke
- Kassiererin: Frau Pfotenhauer
- Sachbearbeiterin: Frau Sammer
- Wettbewerb: Frau Deon
- Aufbauleiter: Herr Haack
- Konfliktausschuss: Herr Tulke
- Bauaktiv: Herr Brand
- Pflanzenschutzbeauftragter: Herr Zilm
- Bauberater: Herr Kiri
- Revisionsbeauftragter: Herr Bleske
Mit den Vorstandsmitgliedern wurden viele Problem, unter auch schwierigen Bedingungen geklärt, wie z. B. Materialbeschaffung für die Umzäunung, Planierungsarbeiten, Tore, Verriegelungen, Wasserprojekt, Elektroprojekt, Organisation der Arbeitseinsätze u.v.m. Die Beschaffung von Wasser und Strom waren natürlich die aufwendigsten Probleme.
Am 13. Mai 1987 war es nun endlich soweit für die Vergabe von 62 Gartenparzellen.
Heute, nach 20 Jahren, kann man mit Genugtuung feststellen, dass angefangen, von der anfänglichen Besessenheit, bis heute, durch viel Fleiß aller Mitglieder, insbesondere aber auch durch die ehrenamtlichen Tätigkeiten der Vorstandsmitglieder, eine schöne und saubere, ansehnliche Gartenanlage entstanden ist. Wir können wirklich stolz sein, was wir durch unsere Hobbyarbeit geschaffen haben.

Durch eine fast beispiellose gemeinsame Zusammenarbeit, schufen die Kleingärtner die Anlage des Kleingartenvereins, in ihrer Freizeit, sie rodeten, schippten, setzten den Außenzaun mit den Toren und Türen und es wurden die Gärten abgesteckt.
Um auch nach Außen rechtswirksam auftreten zu können, trafen sich die Kleingärtner, am 31.10.1986, im Speiseraum der 14. OS, zur 1. Mitgliederversammlung.
Das Bauen und Pflanzen begann: Erneut traf man sich zum Schippen, die Erdkabel wurden verlegt , die Verteilerkästen mit Stahlständer wurden montiert, später die
Hauptwasserleitung, die Wasserleitung bis zu den Tiefbrunnen, der Kessel für die
Tiefbrunnen, eine Trafostation wurde errichtet,das alles in den gemeinsamen Aufbaustunden
Am 13.05.1987, wurde die Kleingartensparte „Fundgrube“ gegründet.
Der Verein hat heute 61 Parzellen mit
106 Mitgliedern, 56 Frauen und 50 Männer,
die Pachtfläche beträgt 26.462 m²,
die kleinste Parzelle ist Nr. 23 mit 312 m² und
die größte Parzelle die Nr. 54 mit 630 m².
39 Pächter sind seit der Gründung noch dabei.
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