Kleingärtnerverein  “Glück Auf e.V.”
Text: Werner Pfeiffer, Fotos: Peter Friedrich
Die Gartenfreunde Pfeiffer und Schöpke im Gespräch
Unser Kleingärtnerverein „Glück Auf“ entstand auf Initiative von Leo Ullsperger und unseres ersten Vorsitzenden Waldemar Woliniez. Im Herbst 1976 begannen wir mit der Trockenlegung des Sumpfgeländes an der verlängerten Triftstraße im Stadtteil Westend. Die Anfuhr von Erdaushub und Bauschutt erfolgte von der damals begonnenen Baustelle der Sporthalle Westend.
Die guten Kontakte unseres Vorsitzenden zur Garnison der Sowjetarmee und zum Chef eines Baubetriebes ermöglichten Anfuhr, Planierung und Vorbereitung des Geländes auf einer Fläche von ca. 7500 m². Dazu wurde das gesamte Gelände um 2,5 m aufgeschüttet und grob planiert. Damit war die Grundlage für die Errichtung einer Kleingartenanlage geschaffen.
Die meisten der seinerzeit interessierten Gartenfreunde arbeiteten im damaligen VEB Walzwerk Finow. Die Nähe zur metallverarbeitenden Industrie gab der Anlage den Namen „Glück Auf“. In den seit Gründung unserer Interessengemeinschaft folgenden 3 Jahren sparten wir mit monatlichen Beträgen von 20,- DDR-Mark pro Mitglied das mit all seinen Erfordernissen notwendige Vermögen an. Ein Maschendrahtzaun um das gesamte Gelände sowie die nicht billige Elektrifizierung und das Bohren von Brunnen für jeden der insgesamt 14 Kleingärten wurden aus dem angesparten Geld finanziert.
In enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Rat der Stadt Eberswalde-Finow und den entsprechenden Ämtern stellte unser Vorsitzender im Mai 1979 den Antrag auf Übernahme des entstandenen Gartengeländes durch den Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Eberswalde, um eine Kleingartenanlage zu gründen.
Unserem Antrag wurde stattgegeben und schließlich ein Pachtvertrag zum 1. September 1979 zwischen dem Rat der Stadt Eberswalde-Finow und dem Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Eberswalde geschlossen.
Alle Beteiligten waren zufrieden und glücklich, dass sich fast 3 Jahre vorbereitende Verhandlungen und intensive Arbeit gelohnt hatten.
Jetzt konnte jeder der 14 Pächter mit dem Bau einer Gartenlaube sowie dem Vorbereiten der Gartenböden zum Pflanzen von Obstbäumen, Beerensträuchern und Gemüsekulturen beginnen.
In den ersten Jahren musste jeder Gartenfreund das Wasser mit der guten alten Handpumpe aus der Tiefe fördern. Erst im Frühjahr 1982 bekamen wir den beantragten Stromzugang, für den wir umfangreiche Erdarbeiten (Kabelgräben schaufeln u. zuschütten) in Eigenleistung durchführten.
Inzwischen existiert unsere Kleingartenanlage bereits über 30 Jahre und im im Spätsommer 2009 feiern wir das offizielle 30. Jubiläum auf unserem Gartenterritorium.
Abschließend sei gesagt, dass sich aus einem ehemals ungenutzten Sumpfgelände, was gelegentlich von gewissenlosen Leuten mit einer Mülldeponie verwechselt wurde, eine Kleingartenanlage entwickelt hat, deren Bewirtschaftung viel Spaß und Freude macht und in der die Mitglieder sich aktiv erholen und auch vom Alltag 
GLÜCK AUF
Kleingärten im Herbst
Festwiese